Digitale Patientenakte: Wie die Authentifizierung funktioniert

21. März 2026

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist ein entscheidender Schritt, der nicht nur die Versorgung der Patienten verbessert, sondern auch die Arbeitsabläufe in Arztpraxen erheblich optimiert. Die digitale Patientenakte (ePA) ermöglicht es Patient:innen, ihre Gesundheitsdaten an einem zentralen und sicheren Ort zu speichern. Doch wie funktioniert die Authentifizierung für den Zugang zu diesen sensiblen Informationen?

Seit dem verpflichtenden Start der ePA für alle gesetzlich Versicherten am 15. Januar 2025 können Patient:innen ihre Gesundheitsdaten einfach und sicher verwalten. Die Datensicherheit der ePA hat oberste Priorität, weshalb verschiedene Authentifizierungsmethoden angeboten werden, um die Benutzeridentifikation zu gewährleisten. Der Gesetzgeber fordert höchste Sicherheitsstandards, um das Vertrauen der Versicherten in die Speicherung ihrer Gesundheitsdaten zu stärken.

Die verschiedenen Authentifizierungsmethoden

Um auf die ePA zugreifen zu können, stehen mehrere Authentifizierungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • 🔑 Online-Ausweisfunktion des Personalausweises (eID): Diese sichere Methode erlaubt es, die digitale Identität eindeutig festzustellen. Benutzer:innen halten ihren Personalausweis an ihr Smartphone, um sich zu identifizieren.
  • 📱 Zugriff über die Elektronische Gesundheitskarte: Mit dieser Methode können Versicherten ihre Gesundheitsdaten durch eingeben einer PIN im Arzttermin sicher abrufen.
  • 💼 2-Faktor-Authentifizierung: Hierbei benötigen Nutzer:innen zwei verschiedene Arten von Identifikation, was die Sicherheit zusätzlich erhöht.

Wie funktioniert die Anmeldung per eID?

Die Anmeldung über die Online-Ausweisfunktion ist äußerst benutzerfreundlich. Der Prozess gestaltet sich folgendermaßen:

  1. 📲 Die Nutzer:innen öffnen die App ihrer Krankenkasse.
  2. 🆔 Wählen Sie die Identifikation per eID aus.
  3. 💳 Halten Sie Ihren Personalausweis an die Rückseite des Smartphones.
  4. 🔒 Geben Sie Ihre PIN ein.

Die Daten werden verschlüsselt übermittelt und innerhalb weniger Minuten ist die Authentifizierung abgeschlossen. Dies geschieht schnell und ohne komplizierte Verfahren.

Datenschutz und Zugriffsrechte

Ein zentrales Anliegen der ePA ist der Datenschutz. Patient:innen entscheiden selbst, welche Daten in der Akte gespeichert werden und wer darauf zugreifen kann. Nur berechtigte Heilberufler, die über einen elektronischen Heilberufsausweis verfügen, erhalten Zugang zu diesen sensiblen Informationen. Zeitlich begrenzte Zugriffsrechte können zudem über die App verwaltet werden.

  • 🔍 Ärzte und Ärztinnen: Diagnosen und Behandlungen können unkompliziert nachvollzogen werden.
  • 🏥 Kliniken und Apotheken: Die Kommunikation und der Datenaustausch werden erleichtert.
  • 🚑 Notfallpersonal: Bei medizinischen Notfällen haben diese schnellen Zugriff auf wesentliche Gesundheitsdaten.